logo bistum basel thumbHandreichungen zur Taufpastoral (2002)

"Es entspricht einer pastoralen Erfahrung, dass Glaubende gerade anlässlich der Taufe eines Kindes den Kontakt mit der Kirche suchen: Eltern, die in lebendiger Verbindung zur kirchlichen Gemeinschaft stehen, aber auch solche, die aus unterschiedlichen Gründen den persönlichen Kontakt mehr oder weniger verloren haben. Seelsorgerinnen und Seelsorger sehen - wie auch eine Umfrage bestätigte - darin eine Chance für die Weitergabe des Glaubens.

 

Auf der anderen Seite spüren Seelsorgende gerade bei solchen Kontakten die starken Veränderungen in der Glaubenshaltung der Mitglieder unserer Pfarreien und Missionen, Veränderungen, die sich unter dem Einfluss der heutigen Gesellschaft ergeben haben und beispielsweise mit dem Begriff "lndividualismus" benannt werden.
Dadurch erwachsen der Pfarrei und der Mission neue Aufgaben. Es bedarf aber auch einer feinfühlenden Aufmerksamkeit, um einerseits den Menschen in ihrer je besonderen Glaubenssituation gerecht zu werden und andererseits auch die Veränderungen in unseren Seelsorgeteams zu berücksichtigen. Ferner gilt es dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Taufe nicht mehr fraglos unmittelbar mit der Geburt eines Kindes verbunden wird, und dafür eine Pastoral zu fördern, die den Menschen hilfreich ist. Schliesslich zeigen die Unterschiede in den je eigenen Glaubenswegen der Menschen und die bunte Vermischung von Rassen und Kulturen in unserer Gesellschaft, wie dringend auch bei uns das Anliegen eines Erwachsenenkatechumenats ist, wie dieses vom ll.Vatikanischen Konzil betont und seither vielerorts aufgenommen worden ist."

(aus dem Vorwort)

 

Handreichungen zur Taufpastoral - Bistum Basel (2002)

Stand: 27.03.2015