Johannes Taeufer gemeinfrei WGF thumbWort-Gottes-Feier am 2. Advent (C) mit Bussakt und Versöhnung

Am 2. Advent steht Johannes der Täufer im Zentrum. Ihn besingt ein zeitgenössisches Lied als den Vorläufer. Stephan Schmid-Keiser nimmt es in einer Feier auf, die er hier zur Verfügung stellt. Zwei Leitgedanken pägen die Feier: 1. Der (Vor)Läufer ist nicht der König im grossen Spiel. 2. Die Situationen sind ‚krumm‘ – sie sollen „begradigt“ werden. Ausserdem stellt er eine Verbindung zum Gedenktag der Menschenrechte (10. Dez.) her.

 

Die Feier folgt dem Ablauf im Deutschschweizer Feierbuch „Die Wort-Gottes-Feier am Sonntag" (1. Aufl. 2014, 2. Aufl. 2015). Nummern und Seitenzahlen beziehen sich auf dieses Buch. Die Texte in kursiver Schritt sowie die Predigt stammen von Stephan Schmid-Keiser, dem hierfür herzlich gedankt sei. Er hat sie geschrieben und verwendet für eine Wort-Gottes-Feier am 2. Advent 2015 in Ettiswil.

 

 

 Vorbereiten: Liedblatt mit dem Lied auf Johannes den Täufer "Vorläufer sein" von Peter Gerloff.

 

 

"Johannes als Vorläufer"

1. In die Gegenwart Gottes treten – Eröffnung

Einzug, Orgel
Liturgischer Gruss (Nr. 6, S. 31f)

Einführende Worte (S. Schmid-Keiser):

Heute Abend / Morgen begegnen wir dem Täufer Johannes. Sein Auftreten in der Geschichte geschah in dürftiger Zeit – eine Zeit, die ihre eigenen grossen Sorgen und viel Sehnsucht nach Rettung, Frieden und Heil kannte. Als sei er ein LÄUFER auf dem Schachbrett der Geschichte, berührt uns seine Gestalt. Darum stehen heute zwei Schachfiguren vor uns … zwei Läufer, weil an uns liegt, uns neu zu entscheiden… und unsichtbar bleibt der Schach-König…
Im Schachspiel der Welt dreht sich vieles um Grosses und Kleines. Johannes war als Vorläufer nicht der König im grossen Spiel. Dafür aber ganz Ohr für Gottes Wort und stand ein für die Umkehr unter den Menschen – für den Aufbau neuer Beziehungen, für Frieden und Gerechtigkeit, die aus Gottes Kraft geboren werden. Singen wir heute eine uns bekannte Melodie im Wechsel mit dem Vorsänger und mit Text auf Johannes den Täufer, den wir auf den kleinen Blättern finden.

 

Lied von Peter Gerloff "Vorläufer sein"

Wechselgebet "Du bist gegenwärtig" (Nr. 113A, S. 140f) mit dem Kehrvers "Geheiligt hat der Herr sein Vok, Gott ist in unserer Mitte." (KG 615) oder "Freuet euch allzeit im Herrn" (KG 315.3)

 

oder (S. Schmid-Keiser):

V: Wir kennen Situationen, in denen einiges krumm läuft – wir wünschten uns, dass so einiges wieder begradigt wird.

Kurze Stille.

V: Lasst uns eintreten ins Gebet. Nach jeder Anrufung Gottes stimmen wir ein mit dem Kehrvers "Der Herr ist mein Licht und mein Heil." (KG 320)

V: Gott, in deiner Zuwendung zeigst du uns deine Treue. Du rufst uns aus dem täglichen Trott – aus manchem, was krumm und schief läuft.

A: "Der Herr ist mein Licht und mein Heil." (KG 320)
V: Dass du uns befreien willst, stimmt uns dankbar.

A: "Der Herr ..."
V: Wo unsere Tage laut und hektisch sind, lädst du uns ein zur Besinnung.

A: "Der Herr ..."
V: Dir vertrauen wir unsere ausgetretenen Wege an, unsere Verbitterungen und Ängste.

A: "Der Herr ..."
V: Du wirst uns mit deinem Wort Mut machen, Verkrustungen aufzubrechen, und das Vertrauen schenken, auf einander zu zugehen.

A: Der Herr ..."

V: Um dein Wort bitten dich durch unseren Bruder und Herrn Jesus Christus, der in der Kraft des Heiligen Geistes zu uns kommt. In Ewigkeit. Amen.

 

2. Gottes Wort hören – Verkündigung

Prozession mit Lektionar Nr. 13 A (S. 41) mit Kehrvers "Sein Wort ist Licht auf unserm Weg" (KG 532.2)
Erste Lesung Lektionar: Bar 5,1-9
Psalm 126 (Antwortpsalmen)
Zweite Lesung Lektionar Phil 1,4-6.8-11
Halleluja – Vers Lk 3,4b.6 gelesen oder kantilliert (oder "Kündet den Verzagten"  KG 315.1)
Evangelium Lektionar Lk 3,1-6

Wiederholung Halleluja, Niederlegen des Lektionars am Ort des Buches und Gebet "Gepriesen bist du" Nr. 22 (S. 45)

 

Predigt von Stephan Schmid-Keiser


Stille


3. Auf das Wort antworten – Bussakt und Versöhnung

Zeichenhandlung Bussakt und Versöhnung Nr. 63-68 (S. 95-100)

 

Lobpreis Nr. 27B (S. 49f) "Lobpreis des Vaters für sein Wort" mit dem Refrain KG 183 „Zeichen und Wunder sahen wir geschehn“
Fürbitten (folgen zeitnah hier)
Gebet des Herrn Nr. 29 (S. 59)

 

Friedenszeichen Nr. 30 (S. 60) „Herr, mache unsere Herzen“

oder (S. Schmid-Keiser):

Jesus hat den Menschen neue Hoffnung gebracht und den Menschen Mut zu einem neuen Anfang gemacht.
Dort, wo vieles krumm lief, richtete er sie auf.
Dort, wo sich Ungerechtigkeit und Streit ereignete,
heilte er die Verhältnisse – trotz Widerstand, der ihm entgegenschlug.
Sein Wesen war geprägt von neuem Mut zu umfassendem Frieden.

Seinem Freundeskreis nahm er die Angst und schenkte ihnen seinen Frieden.

Damit wir einander beistehen und uns Frieden schenken können, beten wir:
Herr Jesus Christus, du willst Gemeinschaft mit uns und wandelst unsere Angst in neuen Mut - lass uns neu den Frieden und die Gerechtigkeit suchen und für unsere Zeit neu vorleben.

Geben wir einander ein Zeichen des Friedens.


4. Gottes Wort hinaustragen – Abschluss

Feierlicher Schlusssegen in der Adventsszeit "Gott hat Dunkel und Licht geschaffen" Nr. 122 (S. 155)
Entlassung Nr. 34 (S. 63)
Auszug, Gesang "Tauet Himmel" (KG 303)

 

 

(Zusammenstellung Stephan Schmid-Keiser/Gunda Brüske, 28.6.2018)