Praxis

Kirche sein mit aktiver Beteiligung

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Kirche sein mit aktiver Beteiligung

fuerbitten himmelsleiter joller thumbFürbitten für die Sonn- und Feiertage

Wir stellen Ihnen Fürbitten für die Sonn- und Feiertage zur Verfügung, die von Liturgiekreisen, Theologinnen und Theologen in deutschschweizer Pfarreien und Fachstellen erarbeitet wurden. Es sind speziell für diesen Tag verfasste Fürbitten, aber dennoch nur Anregungen für das Gebet in der konkreten Situation Ihrer Gemeinde oder Gemeinschaft.

 
Auch wenn momentan öffentliche Gottesdienste nicht möglich sind, sind wir als Christinnen und Christen besonders am Sonntag dazu eingeladen, im Gebet auch an unsere Mitmenschen in Not zu denken. Dies können Sie in Ihrem persönlichen Gebet tun, in der Familie, in der Hausgemeinschaft.


29. März 2020. Fünfter Sonntag der Fastenzeit, Lesejahr A

Herr Jesus Christus, du willst, dass wir glauben. Es fällt uns schwer. Wir vermissen unser gewohntes Leben und unsere vertraute Gottesdienstgemeinschaft. Doch du versprichst uns in deinem Wort und Tun Leben. So bitten wir dich:
  • Für die Corona–Kranken und alle chronisch Erkrankten, die Leiden, Schmerzen und Verzweiflung ertragen müssen

Kyrie eleison, Sieh wohin wir gehen. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn. (Refrain des Liedes "Holz auf Jesu Schulter", KG 393) 

  • Für alle, die in Pflege und medizinischer Betreuung an die Grenzen ihrer Kraft gehen.
  • Für alle, die an ihren Arbeitsplätzen weiter ihre Pflicht tun, und alle, die nicht mehr arbeiten dürfen.
  • Für alle, auf engem Raum ihr Leben und neue Herausforderungen miteinander bewältigen müssen.
  • Für die von Ängsten und psychischen Nöten Geplagten.
  • Für die im Glauben Erschütterten.
  • Für alle, die neue Wege des Miteinanders wagen.
  • Für alle, für die zu beten wir in diesen Tagen vergessen, weil uns die eigene Not plagt.
  • Für uns selbst und unsere Lieben.

Gott! Führe uns aus der Not. Hauche uns deinen Geist ein, damit wir leben. Das erbitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. A: Amen.

Barbara Weinbuch, Pfarreiseelsorgerin, Oberwil-Lieli

 

22. März 2020, Vierter Sonntag der Fastenzeit, Laetare, Lesejahr A

Herr Jesus Christus, du Licht in der Finsternis unserer Welt. An dich wenden wir uns und bitten dich:

  • Wenn Menschen blind geboren sind, dann sei ihnen nahe mit dem Licht deiner Geborgenheit.

Christus, Licht der Welt, erleuchte uns.

  • Wenn Menschen blind sind für ihre Mitmenschen und sie in ihrer Würde verletzen, dann rühre ihr Gewissen an mit dem Licht deiner Liebe.
  • Wenn Menschen in Politik und Wirtschaft blind sind für gerechte Lebensbedingungen, dann erhelle ihre Sinne mit dem Licht der Wahrheit.
  • Wenn Menschen sich nur auf Äusseres festlegen und blind sind für das Innere, dann öffne ihnen die Augen für das Licht Herzens.
  • In dieser schwierigen Zeit beten wir besonders: Wenn Menschen krank sind, dann schenke ihnen das Licht der Heilung.
  • Wenn Menschen in diesen Tagen einsam sind, dann schenke ihnen das Licht von Menschen, die sich ihrer annehmen.
  • Wenn Menschen in Not sind, dann wecke uns auf mit dem Licht des Mitleids.
  • Wenn Familien an ihre Grenzen stossen, dann schenke ihnen das Licht der Geduld.
  • Wenn Kinder und Jugendliche in diesen Tagen auf Freunde verzichten müssen, dann schenke ihnen das Licht der Phantasie.
  • Wenn Menschen in diesen Tagen darunter leiden, dass sie nicht am Gottesdienst in der Kirche teilnehmen können, dann schenke ihnen die Erfahrung des Lichtes deiner Gegenwart.
  • Wenn wir dir all unsere lieben Verstorbenen anvertrauen, dann führe sie zum Licht des ewigen Lebens.

Gott, unser Vater, du hast uns Christus gesandt als das Licht der Welt. Lass uns als Kinder des Lichtes leben, heute, morgen und in alle Ewigkeit. Amen.

Diakon Damian Pfammatter, Leiter Jugendseelsorge Oberwallis

 

 
Hier finden Sie eine besondere Fürbitte in Zeiten des Corona-Virus, die auch Zettel in der Kirche ausgelegt werden kann.

Hier finden Sie die monatlichen Gebetsmeinungen des Papstes und der Schweizer Bischöfe (pdf)
Hier finden Sie die Videos des Papstes zu seinen monatlichen Gebetsmeinungen

Johannes der Täufer verkündete: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. In dieser Hoffnung wenden wir uns vertrauensvoll mit unseren Bitten an den kommenden Herrn.

• Schenke Papst Franziskus, allen Bischöfen und Seelsorgenden offene Augen und Ohren für die Sehnsucht der Menschen.

Stille – Christus, höre uns. A: Christus, erhöre uns.

• Lass alle, die Verantwortung tragen, den Mut finden, sich für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.

• Erbarme dich aller Armen, Kranken und Unterdrückten, denen wir nicht helfen können.

• Stärke unseren Glauben an dein Kommen in Herrlichkeit.

• Lass all unsere Verstorbenen die Geborgenheit bei dir finden, die sie ersehnt haben.

Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf deinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn. Dir sei Lob und Dank in alle Ewigkeit. Amen.

Rosmarie Schärer, Chur
Liturgisches Institut
der deutschsprachigen Schweiz
Impasse de la Forêt 5 A
CH-1700 Freiburg
Fon: 026 484 80 60
Fax: 026 484 80 69
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