Cantionale thumbAnregungen für Kirchenmusiker/innen, wenn kein/e Kantor/in vorhanden ist

Ergänzend zum Artikel von Markus Eham „Warum jetzt Kantorenbildung angesagt ist", finden Sie hier einige Tipps, falls der Kantorendient in Ihrer Pfarrei noch nicht etabliert ist.

a. Initiieren eines „offenen Singens" vor dem Gottesdienst 

Eine Möglichkeit besteht darin, Mitglieder der Pfarrei und weitere interessierte Personen vor dem Gottesdienst zu einem „offenen Singen" einzuladen, bei dem Kehrverse, Rufe und weitere Gesänge im lockeren Rahmen eingeübt werden. Zwischen Probe und Gottesdienst sollte, beispielsweise bei einem Kaffee, Raum für Gespräche und Begegnung sein. Ziel ist es, das „offene Singen" in der Pfarrei zu etablieren. Dies könnte einmal im Monat oder vor besonderen Gottesdiensten stattfinden und sollte gut beworben werden.

b. Einsatz des Kirchenchores* oder einzelner Sänger/innen

Auch Kirchenchöre* vollziehen einen „wahrhaft liturgischen Dienst". Die Gesänge für den bevorstehenden Gottesdienst können gut in das Einsingen vor der regulären Probe integriert oder direkt vor dem Gottesdienst eingeübt werden. Der Chor/die Ansinggruppe übernimmt im Gottesdienst die Rolle der Vorsängerin/des Vorsängers. Diese Möglichkeit könnte als „erweitertes Angebot" des Kirchenchores* den einzelnen Sänger/innen schmackhaft gemacht werden.

*auch Kinder- und Jugendchöre

c. Gründung einer Schola/einer Vorsängergruppe

In jeder Pfarrei gibt es interessierte Sänger/innen die gerne singen, sich aber nicht in einem Verein wie z.B. dem Kirchenchor verpflichten möchten. Hier besteht die Chance, diese für eine Schola/einer Vorsängergruppe zu begeistern. Anfänglich sollte darauf geachtet werden, nicht all zu schwere Gesänge einzuüben, sondern die Sänger/innen mit Crescendo heranzuführen. Erfahrungsgemäss haben einzelne Sänger/innen Mühe, alleine vorzusingen. In der Gruppe jedoch – auch wenn es nur zwei Personen sind – singt es sich viel leichter.

Stand: 01.05.2015

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