20160629 084530 thumbKantillation von Schriftlesungen

Schriftlesungen und Gebete der Liturgie werden von alters her kantilliert. Kantillation ist nicht Gesang, sondern musikalisch stilisierte Rede – mit allen rhythmischen und dynamischen Nuancen des natürlichen Sprechens, nur in besonderer melodischer Gestalt. Das gesprochene Wort wird stärker erfasst und eindrücklicher erfahren.

 

 

Diese Vortragsform ist bei uns sonst unüblich; sie muss auch eigens erlernt werden. Doch Kantillieren einfach durch Sprechen zu ersetzen würde den Gottesdienst ärmer machen. Was den Einsatz der Kantillation heute betrifft, sollte man nach liturgischer Funktion, Art des Textes, Anlass und Gemeinde (sowie nach der Fähigkeit der Ausführenden) unterscheiden. (Rudolf Pacik)

 

Lesungstöne