Krankenkommunion QPraktische Hinweise für die Krankenkommunion

 

Wir haben einige hilfreiche Hinweise für die Spendung der Krankenkommunion durch Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer zusammengestellt.

 

 

 

 

Grundlegende Elemente der Feier:

  1. Eröffnung: Sich in die Gegenwart Gottes stellen
  2. Wortgottesdienst: Gottes Wort hören und im Gebet darauf antworten
  3. Kommunion: Den Herrn in der Gestalt des Brotes empfangen
  4. Abschluss: Um Gottes Segen bitten

 

Umsetzung im KG 720

  • Begrüssung/Eröffnung/evtl. Weihwasser
  • Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte
  • Lesung (Bibelwort) und Deutewort, Fürbitten
  • Vater unser
  • Einladung zur Kommunion „Seht das Lamm Gottes“
  • Kommunion
  • Stille
  • Gebet nach der Kommunion, auch möglich z.B. Ps 23 („Der Herr ist mein Hirte“ KG 611,1) oder „Bruderklausengebet“ (KG 546)
  • (nicht im KG, aber u.U. empfehlenswert: Gebet zu Maria)
  • Segensbitte
  • (fehlt im KG: Lieder, wenn möglich, dann auch singen!)

 

Einige praktische Hinweise

  • Ein würdiges Gefäss für die Krankenkommunion (Pyxis) sollte Ihnen von der Pfarrei zur Verfügung gestellt werden. In ihm wird das Eucharistische Brot aufbewahrt und transportiert.
  • Idealer Zeitpunkt ist der Sonntag unmittelbar nach der Eucharistiefeier, aus der die Eucharistie stammt, die man den Kranken bringt. Möglich sind aber alle Tage.
  • Möglichst soll die Kommunion direkt von der Kirche zu den Kranken gebracht werden.
  • Vorbereitung des Krankenzimmers (evtl. Hinweis an die Angehörigen): Tisch mit kleiner weisser Decke, einer Kerze, einem Kreuz, Weihwasser (mit Buchsbaumzweig), evtl. Gesangbücher, Blumen, evtl. ein Glas Wasser für den Kranken. Falls nichts vorbereitet werden kann (vorher abklären), wenigstens ein kleines weisses Tuch, ein kleines Kreuz und eine kleine Kerze (z.B. Teelicht – mit Feuerzeug) selbst mitbringen und vor Beginn der Feier entsprechend arrangieren.
  • Klären Sie ab, ob auch die übrigen Anwesenden kommunizieren wollen. Nehmen Sie eine entsprechende Anzahl von konsekrierten Hostien mit.
  • Wählen Sie Ihre Kleidung bewusst im Hinblick auf die Würde des Gottesdienstes und auch als Zeichen des Respekts gegenüber dem/der Kranken.
  • Vorbereitung: Sorgfältiges Aussuchen der Texte, Gebete, Lesungen (sonntags wenn möglich das Evangelium vom Sonntag), Lieder (bekannte Texte und Lieder sind zu bevorzugen, möglich ist auch, den Kranken/die Kranke am Schluss zu fragen, was er/sie beten oder singen will). Sie können evtl. kurz vor Betreten des Hauses ein kurzes Gebet um eine gute Verrichtung des Dienstes sprechen (Anregungen dazu finden sich in vielen Arbeitshilfen zur Krankenkommunion).
  • Schön ist es, wenn die Lesung(en) aus einer Bibel oder einem Buch (=> Schott) gelesen werden und nicht von einem Blatt. Die Bibel kann dann zu Beginn der Feier als Zeichen der Gegenwart Christi im Wort und Sakrament neben die Pyxis gelegt werden.
  • Lassen Sie sich Zeit, vermeiden Sie Eile. Der/die Kranke und/oder die Angehörigen haben den Besuch erwartet. Es gibt wahrscheinlich nicht viele Besucherinnen und Besucher, die wirklich Zeit haben. Nehmen Sie sich auch Zeit für das Gespräch mit den Kranken und den Angehörigen. Vollziehen Sie die Riten und Gesten ruhig und sprechen sie laut genug und nicht zu schnell (aber auch nicht zu «behäbig»). Achten Sie sorgsam auf den Kranken/die Kranke, auch auf Zeichen der Ermüdung o.ä.. Verzichten Sie je nach Zustand des/der Kranken auf bestimmte Elemente.
  • Vermeiden Sie beim Gespräch mit den Angehörigen, dass in Gegenwart des Kranken «über» ihn/sie gesprochen wird.
  • Je nach Situation können Sie im Gespräch mit dem/der Kranken oder den Angehörigen auch erfragen, ob der Besuch eines Seelsorgers oder einer Seelsorgerin erwünscht ist.
  • Die biblische Lesung kann evtl. ein Angehöriger übernehmen.
  • Klären Sie ab, ob der/die Kranke noch gut schlucken kann. Falls nötig, brechen Sie kleines Stück der Hostie ab und reichen sie dieses mit Wasser in einem Löffel.
  • Falls kein Schlucken mehr möglich ist, lesen Sie "nur" einen Schrifttext. Auch in seinem Wort ist Christus gegenwärtig.
  • Falls Hostien übrig geblieben sind, sollen diese möglichst sofort wieder in den Tabernakel in der Kirche gebracht werden.
  • Wichtig für Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer sind regelmässige Austauschrunden, Möglichkeit der Besprechung von schwierigen Situationen und (seelsorgerliche) Begleitung.

 

zusammengestellt von Martin Conrad (6.11.2017)

 

 

 Hier finden Sie die Hinweise als pdf zum Ausdrucken