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Kirche sein in Ereignissen und Entwicklungen

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Das Unsagbare aufscheinen lassen -
zu einer weihnachtlichen Darstellung von Ferdinand Gehr

Ein Bild, eine Meditation, ein weihnachtlicher Gruss aus dem Liturgischen Institut 

Unsere Teamretraite führte uns vor dem 3. Advent nach St. Gerold/Vorarlberg. Es gibt dort einige Fresken des in der Schweiz sehr bekannten Künstlers Ferdinand Gehr (1886-1996), davon eines gerade passend zu Weihnachten.
Immer wieder versuchte Gehr, das Unsichtbare, das grössere Geheimnis Gottes im Bild aufscheinen zu lassen. Nicht abbilden, das geht nicht. Und da macht er sich für die Wand hinter dem Altar an eines der grössten Geheimnisse: die Menschwerdung Gottes. Mit den starken Worten aus dem Johannesprolog, der Lesung am Weihnachtstag, nähert er sich dem Unsagbaren.
«Im Anfang war das Wort» (Joh 1,1). Gehr setzte die Worte ganz nach oben, nah an den Rand. Kommt das Wort nicht immer wieder vom Rand der Zeit her, von Jenseits unserer menschlichen Zeit, immer wieder bei uns an? Rufen wir nicht danach, wenn wir in den Tagen des Advents immer wieder «komm» singen, sprechen, beten?
Dann entfaltet Gehr Vers 14 in drei Schritten: «Und das Wort ist Fleisch geworden.» Es steht über der Frau in Blau, Maria, mit dem Kind in Gelb, und neben der blauen Wolke mit dem gelben Kreuz. Anfang und Ende seines Lebens. «Und hat unter uns gewohnt.» In der Mitte des Schriftzugs, ja des ganzen Wandgemäldes steht der Mensch, Jesus. Gelb auch hier. Sein Wohnen unter uns setzt sich fort: der Schriftzug steht ja zugleich über dem Tisch, auf dem gelbe Brote und ein Kelch stehen (kaum sichtbar auf dem Foto). «Wir sahen seine Herrlichkeit». Das gelbe Kreuz vor blauem Grund erscheint als Zeichen des Lebens und nicht des Todes. Wie kann man die vom Tod nicht besiegte Leiblichkeit des Auferstandenen sehen? Im Licht-Kreuz. Im Licht, das in der Finsternis scheint – in Deiner, in meiner, immer wieder und an vielen Orten unserer Welt. Weihnachtliches Hoffnungszeichen.

Wir wünschen Ihnen und Euch lichtvolle Weihnachten und Gottes reichen Segen für das Neue Jahr,
das Team des Liturgischen Instituts

Liturgisches Institut
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