Praxis

Kirche sein mit aktiver Beteiligung

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Wort-Gottes-Feier: Bussakt nach dem Evangelium

Frage: Warum kommt im neuen Schweizer Wort-Gottes-Feier-Buch der Bussakt erst nach dem Evangelium?

Antwort: Das neue Feierbuch versucht, die WGF als eigene Feierform gegenüber der Messe zu profilieren. Dort ist der Bussakt Teil der Eröffnung. Der Bussakt nach dem Evangelium hat einen anderen Charakter als der Bussakt der Messe. Die Stellung nach dem Evangelium im 3. Teil der Feier verweist auf den Antwortcharakter: Wenn wir das Wort der Schrift gehört haben, realisieren wir auch, dass wir immer wieder hinter dem Anspruch dieses Wortes zurückbleiben. Das Bekenntnis der Schuld ist deshalb eine Antwort auf das Gehörte. Als Zeichenhandlung ist der Bussakt anders als in der Messe mit dem (fakultativen) Empfang eines Versöhnungsworts und mit dem Zeichen des Friedensgrusses verbunden.
Schliesslich möchte das neue Feierbuch Varianten für Feiern im Jahreskreis anbieten. Die Feier mit Bussakt und Versöhnung kann zwar immer verwendet werden, eignet sich aber besonders für die Advents- und Österliche Busszeit.
Wird eine WGF mit Kommunionspendung gehalten, ist ein Schuldbekenntnis auch im neuen Feierbuch und im Ergänzungsheft „Feierliche Kommuniongebete" Teil der Eröffnung (vgl. Randnummer 10).

Gunda Brüske, (02.06.2015)

Liturgisches Institut
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